Lerntherapie Sendling-Laim

Dorothee Brero M.A.

Legasthenie- und Dyskalkulietherapeutin nach BVL 

Kinder mit Dyskalkulie haben keine oder eine falsche Vorstellung von Rechenschritten und dem Dezimalsystem. Das liegt daran, dass sie Zahlen nicht als Mengenangabe, sondern als Symbole verstehen. In der Folge werden mathematische Rechnungen kaum verstanden. Die betroffenen Kinder bleiben trotz normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenz im Fach Mathematik hinter ihren Mitschülern zurück.


Anzeichen einer Rechenschwäche:

  • Probleme und Wissenslücken beim Benennen und Schreiben von Zahlen.
  • Schwierigkeiten im grundsätzlichen Verständnis rechnerischer Logik.
  • Rechenschritte werden auswendig gelernt und nicht auf veränderte Aufgabenstellungen angepasst.
  • Aufgaben werden erheblich langsamer und dauerhaft nur mit Abzählen meist an den Fingern gelöst.
  • Zahlen werden nicht als grundsätzliche Mengenangabe erkannt.
  • Schwierigkeiten mit dem Dezimalsystem und Stellenwertsystem.
  • Verwechseln der Rechenarten.
  • Bei Textaufgaben kann die Fragestellung nicht in Zahlen übersetzt werden.
  • Schwierigkeiten beim Lesen der Uhr.
  • Schwierigkeiten beim Rechen mit Geldbeträgen und anderen Mengen- und Maßeinheiten.

Diagnose der Dyskalkulie

Wenn der Verdacht auf eine Rechenschwäche besteht, wird das Kind üblicherweise mit standardisierten Tests beim Kinder- und Jugendpsychiater getestet. Dieser stellt im Anschluss ein Gutachten über die Dyskalkulie aus. Für einen Teil der Kinder übernimmt das Jugendamt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für eine Dyskalkulietherapie.